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17.02.2014

Dienstlich mit Erdgas unterwegs: DBU-Generalsekretär Heinrich Bottermann. Foto: DBU

DBU-Generalsekretär steigt auf Erdgasauto um

Osnabrück. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), nutzt künftig einen Dienstwagen mit Erdgas-Antrieb. Wie die DBU am Montag mitteilte, soll langfristig auch die restliche Dienstwagenflotte auf die umweltfreundliche Alternative umgestellt werden.

Bottermann zufolge seien Erdgasautos zwar „ökologisch deutlich im Vorteil“, dennoch seien die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf diese Alternative „nicht optimal“. Laut Pressemitteilung sagte der DBU-Generalsekretär: „Rund 480.000 Kilometer Erdgasleitungen liegen in Deutschland unter unseren Füßen. Doch Tankstellen sind noch immer Mangelware.“ So gebe es in Deutschland rund 920 Tankstellen mit Erdgas, wobei gerade in ländlichen Regionen das Tankstellennetz noch nicht so dicht sei wie in Städten. Das müsse man bei der Planung von Dienstfahrten berücksichtigen, ein tatsächliches Problem sei es allerdings nicht.

Zu den Öko-Vorteilen des Erdgasantriebs zählen laut DBU weniger klimabelastendes Kohlendioxid und weniger Feinstaub, der die menschliche Gesundheit durch Allergien, Asthma, Atemwegsbeschwerden bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinträchtigen könne. „Mit dem Umstieg auf einen Erdgasantrieb kann also für Wohlergehen und Gesundheit der Menschen viel erreicht werden“, so Bottermann. Der DBU-Chef verwies zudem auf die Auto-Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) , die unter den aktuellen Top Ten vier Erdgasautos aufführe. Allerdings betrage der Marktanteil von Erdgasautos in Deutschland lediglich 0,3 Prozent, das sind rund 100.000 Autos.

„Günstiger als es den Anschein hat“

Der geringe Marktanteil sei wirtschaftlich „nicht nachzuvollziehen“, heißt es in der DBU-Mitteilung. So seien zum einen die Kraftstoffkosten um rund die Hälfte günstiger als bei einem Benziner, zum anderen falle die Kraftfahrzeugsteuer, in die der Kohlendioxid-Ausstoß eingerechnet wird, niedriger aus. Das Auspreisen des Kraftstoffes an den Tankstellen sei allerdings auch verwirrend: Der Erdgaspreis werde in Kilogramm angegeben, was einen Vergleich etwa zu einem Liter Benzin kompliziert mache, weil der Energiegehalt nicht ersichtlich sei. Ein Kilogramm komprimiertes Erdgas (compressed natural gas, CNG) enthalte aber etwa eineinhalb Mal so viel Energie wie ein Liter Benzin. Bottermann sagte dazu: „Erdgas zu tanken ist deutlich günstiger, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.“

 

Constantin Binder in Neue Osnabrücker Zeitung, 10.02.2014



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